Eigensdorf, wo liegt das?

Diese Frage wurde uns schon oft gestellt. Auswärtige Mannschaften, die zu einem Punktspiel beim TTC Eigensdorf antreten mussten, irrten schon manchmal verzweifelt umher. Der TTC Eigensdorf hat seinen Namen von den Wohnorten der Gründungsmitglieder, die aus Neuses a.d. Eichen, Gossenberg und Watzendorf kamen, den sogenannten Eigensdörfern.

Zur Entstehung des Namens gibt es zwei Varianten.

Zum einen wird behauptet, der Name Eigensdorf rührt daher, dass diese Dörfer des Kloster Langheim-Tambach „eigen“ waren.

Die jedoch verbreitetste Erklärung ist, dass diese Dörfer noch zur Zeit des 30-jährigen Krieges ihr eigenes öffentliches Gericht gehabt haben sollen. Kaiser Heinrich II, der selbst mit seiner Gemahlin Kunigunde öfters nach Watzendorf gekommen sein soll, um die dortige Wallfahrtskirche zu besuchen, soll dieses Recht den drei Eigensdörfern verliehen haben. Es gibt jedoch keinerlei Beweise, dass diese eigenständige Gerichtsbarkeit je bestanden hat. Siehe dazu auch „Eigensdörfer“ auf wikipedia.
Im Flurbuch zu Gossenberg aus dem Jahre 1863 ist vermerkt das der Gerichtsstein noch zu sehen ist. 
Der von der Gemeinde Großheirath erschlossene Steinlegendenweg hat sich unter anderem diesem Thema angenommen und hat diesen Gerichtsstein wieder aufbauen lassen. Mehr Infos darüber und zum Steinlegendenweg findet man auf den Seiten der Gemeinde Großheirath.